Köln Cup 2010

Bericht von Theo Wasserhess

Am 10. und 11.09. dieses Jahres hatten drei SCV-Mitglieder (Willibald Glöckner, Ingo Schönfuß und Theo Wasserhess) Gelegenheit mit Thomas Pleger auf dessen Bega (GER 1064 – Bavaria Match 42), am Köln Cup vor Enkhuizen teilzunehmen. Die Fachkompetenz für Bootstrimm und Regatten war mit den Crewmitgliedern Frank Störck  www.sailart.de  und Peter Friedrichs an Bord.

p1060900Sechs erfahrene Segler waren somit an Bord, aber nur zwei mit Regattaerfahrung auf Yachten. Am 1. Wettfahrttag (Start 14:00) hieß es also früh aufstehen und zum Training auslaufen. Was uns beim Frühstück noch als Hauptproblem erschienen war, nämlich den 120 qm Spi ohne Probleme zu setzen, zu halsen und zu bergen, erschien uns nach zwei Trainingsstunden unter Anleitung von Frank schon nicht mehr völlig unmöglich. Immer noch leicht unsicher ging es dann zum 1. Start für eine Kurzstrecke „up und down“ über ca. 7 sm (Start – Kreuz – Spi-Kurs – Kreuz – Spi-Kurs ins Ziel). Die 33 teilnehmenden Schiffe wurden in 4 Gruppen gestartet.

Wir starteten, „bestraft“ mit der Yardstickzahl 84, in der Gruppe „Yardstick“ mit insgesamt 10 Schiffen.
Bei 4 bis 5 Bft., gesetzt waren volles Groß und volle Genua, starteten wir recht gut und auch die 1. Kreuz verlief zufrieden stellend. Dann jedoch ereignete sich das „Wunder von Enkhuizen“. In nur zwei Trainingsstunden hatten sich Ingo und Willibald zu Spinnacker-Spezialisten gemausert und beherrschten das Vorschiff.

dsc_0253Die Spi-Manöver klappten besser, als wir es in unseren kühnsten Träumen erhofft hatten. Beim Zieleinlauf hatten wir nur die exContainer, den bekannten ehemaligen Admiralscupper, vor uns.
Auf der zweiten Kurzstrecke des Tages hatte der Wind mit Böen von 6 Bft. noch zugelegt. Dazu goss es in Strömen. Den Start hatten wir leicht verschlafen, konnten uns aber schnell frei segeln und gingen wieder als 2. Schiff hinter der exContainer durchs Ziel.
Am kommenden Morgen meinten nicht nur Rasmus sondern auch Petrus es gut mit uns. Ein herrlicher Segeltag mit Sonne, Wärme und erneut 4-5 Bft. erwartete uns. Training war nicht angesagt, dafür jedoch die Verbesserung des Segeltrimms. Frank und Peter setzten die Wanten und das Achterstag durch.

Erneut ging es auf eine Kurzstrecke und die Verbesserung des Segeltrimms war für mich wie ein zweites Wunder. Während die beiden Kreuzstrecken des Vortages am Ruder, trotz des „Riesenrades“, ausgesprochen kräftezehrend waren, konnte ich jetzt bei gleicher Windstärke fast mit einer Hand steuern.

dsc_0184Beim Geschwindigkeitspotential stellten wir eine Verbesserung von fast 10% fest. Beim Zieleinlauf zeigte sich das gleiche Bild nach gesegelter Zeit: 1. exContainer, 2. Bega. Nebenbei erwähnt, erreichten wir auf der Kreuz teilweise 8 und unter Spi mehr als 9 Knoten über Grund.
Beim 4. Lauf, einer „Langstrecke“ über 12 sm wollten wir es jetzt wissen und dazu ging Thomas selbst ans Ruder. Über die gesamte Distanz lieferten wir uns ein heißes Match mit der exContainer und lagen zeitweilig sogar vor ihr. Dann jedoch halsten wir ein wenig zu spät und beim Zieleinlauf lagen wir nach insgesamt 02:06 Stunden weniger als 2 Minuten hinter der exContainer.
Im Yardstick-Gesamtergebnis wurden wir 5., mit dem Handicap der Yardstickzahl von 84 noch zufrieden stellend.

Unser Clubmitglied Peter Greif startete mit seiner Cayenne (First 27.7) in der Klasse ORC2 und belegte einen ganz hervorragenden 4. Platz.

PS.
Die Fotos an Bord der Bega und von der Crew wurden von verschiedenen Crewmitgliedern aufgenommen.
Ein besonderer Dank gilt  Frau Waltraud Degenhard vom KYC, die uns die Fotos von der Regatta zur Verfügung gestellt hat.

Bilder zum Beitrag in der Gallerie:

Die Bega
Die Crew
Die Mitbewerber

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