Normalerweise kämpfen wir in Liblar mit Flaute. In diesem Jahr war das aber irgendwie anders. Nachdem die Sommerwind Regatta der Schwertzugvögel schon bei viel Wind gesegelt worden war, fand die Herbstwind am letzten Augustwochenende unter ähnlichen Bedingungen statt. Wir hatten 3 bis 4 Windstärken, in den vielen Böen aber auch schon mal gute 5 oder mehr. Die Böen gingen mit heftigen Winddrehern einher und brachten am Ende sogar erfahrene Mannschaften zum Kentern.
Das Teilnehmerfeld bestand dieses Mal nicht nur aus den üblichen Zugvogelseglern, sondern wurde von Steuerleuten anderer Klassen ergänzt.
Lars Schafmeister, der die Regattaleitung übernommen hatte, schickte das 11 Boote zählende Feld am Samstag um 13:00 Uhr auf die erste von 3 Wettfahrten. Alle gewann Thomas Müller. Geplant waren für den ersten Tag eigentlich 4 Wettfahrten, jedoch kenterte nach der dritten Wettfahrt das Boot einer sehr erfahrenen Besatzung durch und es dauerte seine Zeit, bis der Zugvogel wieder aufgerichtet war. Es wurde zudem deutlich, dass selbst erfahrene Segler Probleme bekommen können, vor allem, wenn die Schwertsicherung nicht richtig funktioniert. Somit gab es viel Gesprächsstoff für das anschließende Grillen.
Der Sonntag ging mit ähnlichen Wetterbedingungen in die 3 verbleibenden Wettfahrten. Thomas Müller mit Peter Stock/Frederik Schmitz-Strunk an der Vorschot blieb weiterhin an der Spitze des Feldes und landete am Ende souverän vor Stefan Neugebauer mit Alexander Hecht. Diese lieferten sich ein knappes Rennen mit Stephan Weiser und Vorschoter Julian Blumenthal, bzw. am Sonntag mit dem neuen Jugendwart David Horn.
Das große Thema blieb aber die zwei Kenterungen; denn am Sonntag gab es noch eine weitere nach der vierten Wettfahrt. Es wurde über die richtige Schwertsicherung und über eine Kenterleine an der Mastspitze diskutiert. Beeindruckend waren auch die Schilderungen, wie schwer es ist, wieder ins Boot zu kommen. In dem Zusammenhang wurden unsere beiden Motorbootbesatzungen ausdrücklich gelobt.
Die aufregende Veranstaltung nahm schließlich bei leckerer Kartoffelsuppe von Leonie ihren Ausklang.
Damit verabschieden sich die Ranglistenregatten der Zugvögel ins nächste Jahr. Vielleicht nimmt noch der ein oder andere an der Eishandregatta im November teil. Der Großteil zieht jetzt allerdings bald ins Winterquartier und die Stege werden sich leeren.
Stefan Flöter





