
Um Ostern herum fand auch dieses Jahr wieder der erste Höhepunkt der internationalen Regatta-Saison statt: das Lake Garda Meeting für die Optis mit 850 Teilnehmern und einige Tage vorher das 13° Torbole Meeting – mit über 200 Seglern die größte Regatta des Jahres in der Europe. Neun Tage lang waren auf dem Gardasee in Italien 5 Segler vom SCV unterwegs…
Die segelintensive Zeit für die Europe-Segler (Jan und Lina) begann direkt mit der bestens organisierten Regatta, die vom 16.-18. April stattfand. Nachdem der Hänger abgeladen, die Boote aufgebaut, wir die üblichen Meldeformalitäten hinter uns gebracht hatten und auch die zwei Trainer-Motorboote im Wasser waren, folgte eine erste Besprechung unserer Trainingsgruppe. Mittags startete die Regatta und alle Teilnehmer gingen aufgeteilt in drei Gruppen à ungefähr 75 Boote aufs Wasser. Bereits jetzt zeigte sich der Gardasee von seiner bekannten und beliebten Seite: gute 4 Beaufort wehten der Länge nach über den See und bauten eine kurze, steile Welle auf. Man merkte richtig, wie es Wettfahrt um Wettfahrt mit Bootshandling, Speed, und Taktik in diesem großen Feld besser wurde und man sich an Wind und vor allem Welle gewöhnte.
Nach zwei weiteren Regatta-Tagen und insgesamt 9 Läufen konnten wir in diesem starken Feld sehr zufrieden mit unseren Platzierungen sein und genossen nach der Siegerehrung einen netten Ausklang des Tages im Ort.
Für uns folgten nun sechs weitere Trainingstage, die geprägt waren von Taktik-Übungen bei Leichtwind an den Vormittagen und langen Kreuzen bei Starkwind an den Nachmittagen.
Gründonnerstag begann nun bei den Optis die Regatta: Bestens organisiert, in Gruppen und verschiedene Startareas aufgeteilt, ist es jedes Jahr aufs Neue unglaublich zu sehen, wie immer mehr weiße Opti-Segel aus den Häfen des Geschehens -Riva und Torbole- auf den um die Mittagszeit spiegelglatten Gardasee herausgleiten.
Während Kira auf der Bahn der Cadettis (Jahrgang 2000 und jünger) startete, segelten Julian und Luca schon bei den Juniores (Jahrgang 1999 und älter) mit. Bei nachmittags immer wieder gut zunehmendem Wind wurden zahlreiche anspruchsvolle Wettfahrten gesegelt, die allein schon wegen der Länge der Kurse, aber auch wegen der Stärke des Feldes, ein sehr hohes Niveau zeigten. Auch Ostersonntag ging es aufs Wasser – diesmal wurden die Finalrennen in den Fleets Gold, Silber, Bronze und Emerald ausgesegelt.
Diese wunderbaren Segel- und Regattatage, welche zusätzlich durch geniales Frühlingswetter ergänzt wurden, ermöglichten uns Seglern sicherlich einen tollen Start in die Saison (auch wenn wir größtenteils den Winter durchgesegelt sind…) und so früh im Jahr schon einen Vergleich auf internationaler Ebene. Außerdem hatten sowohl wir Segler, als auch die „Landcrew“, die Möglichkeit sich untereinander noch besser kennen zu lernen, was wegen der seglintensiven Wochenenden ansonsten bekanntermaßen immer recht kurz kommt.
Ebendieser Landcrew, sprich unseren Eltern, möchte ich nun noch ganz herzlich dafür danken, dass sie ihren Urlaub in Torbole am Gardasee verbracht haben und uns damit die Möglichkeit gaben das größte Event des Jahres in Opti und Europe zu erleben!!
Lina Rixgens




