Mit dem ersten Spieltag am Starnberger See ist die Segel-Bundesliga in die Saison 2026 gestartet. In zwei Ligen treten jeweils 18 Teams gegeneinander an – in der 1. Liga geht es um den Meistertitel, in der 2. Liga um den Aufstieg. Gesegelt wird auch in diesem Jahr auf baugleichen Booten des Typs J/70, die besonders in der Segelbundesliga für enge und spannende Rennen stehen.
Für den Segel Club Ville (SCV) ging das neu Zusammengestellte Team an den Start: Dirk Strelow an der Pinne, Sebastian Milinski verantwortlich für die Taktik, Tom Krell für Fock- und Gennaker-Trimm sowie Ben Krell auf dem Vorschiff.
Der Auftakt am Freitag zeigte sich sommerlich – viel Sonne, aber nur wenig Wind. Dennoch konnten fünf Rennen gesegelt werden. Für das SCV-Team verlief der Einstieg jedoch holprig: Immer wieder schlichen sich kleinere Fehler in die Manöver ein, was vor allem auf die noch fehlende Routine in dieser neuen Teamkonstellation zurückzuführen ist. Zusätzlich warf eine unglückliche Frühstartsituation das Team zurück: Gleich vier Mannschaften erhielten die maximale Punktwertung aufgrund eines nicht bereinigten Frühstarts, wodurch der SCV ins hintere Mittelfeld rutschte.
„sehr schwierige Windverhältnisse – wenig und dazu drehend. Dafür ist der Starnberger See bekannt. Da kostet jeder Fehler besonders viel. Und wenn aufgrund von wenig Wind nicht viele Rennen in die Wertung einfließen, hat man wenig Möglichkeit, die Fehler auszubaden“, erklärte Steuermann Dirk Strelow.
Der Samstag brachte zunächst keine Besserung: Bei strahlendem Sonnenschein, aber völliger Flaute hieß es für die Teams vor allem warten. Der ausrichtende Münchener Ruder- und Segelverein (MRSV) sorgte jedoch für eine willkommene Abwechslung. In einem Ruder-Doppelachter konnten die Segler den Starnberger See aus einer ungewohnten Perspektive erleben.
Am Sonntag wurde schließlich wieder gesegelt – erneut bei schwierigen Bedingungen mit wenig Wind und durchziehenden Gewitterzellen. Doch auch hier fand der SCV nicht richtig in seinen Rhythmus. Taktische Fehlentscheidungen und ein weiterer Frühstart verhinderten eine bessere Platzierung. Zwei starke Einzelergebnisse mit einem zweiten und einem dritten Platz zeigten jedoch das vorhandene Potenzial des Teams.
„Die beiden Läufe heute mit Platz zwei und drei haben uns gezeigt, dass wir grundsätzlich mithalten können. Wenn wir es jetzt noch schaffen, die Fehler abzustellen, können wir beim nächsten Spieltag wieder vorne mitmischen“, resümierte Tom Krell.
Nun gilt es für den SCV, das Wochenende aufzuarbeiten und den Blick nach vorne zu richten. Der nächste Spieltag steht bereits vor der Tür: Über das erste Maiwochenende geht es erneut an den Starnberger See – diesmal ausgerichtet vom Bayerischer Yacht-Club. Dann wird das Team in veränderter Besetzung antreten und einen neuen Anlauf nehmen.
Bericht: LS Bilder: © DSBL / SailTracks







