Bericht über die German Open 2017 am Brombach See

Immerhin machten sich fünfzehn Bootsbesatzungen, teils mit Ihrem Betreuer, auf den Weg ins schöne Frankenland. Der Verein Wassersportgemeinschaft Altmühl – Brombach See (WAB), liegt in einem Pinienwald oberhalb des See´s.  Very nice!

Zwei Crews, welche ansässig sind, hatten einen wesentlich kürzeren Weg.

Wir (Janna, Nike, Loreen und meine Wenigkeit) kamen erst gegen Mitternacht an. Die Jugend baute geschwind und gekonnt ihre Zelte auf, richtete sich ein und nutzten die restlichen Stunden der Nacht, um noch wenigstens etwas Schlaf zu bekommen.

Am Donnerstag bauten wir nach einem frühen, aber ausgiebigen Frühstück, unsere Boote auf. Tja und dann kam das große Warten.Wir Regattasegler wollten auch gar nicht auf das Wasser, weil es heiß und windstill war. So faulenzten wir in der Gegend herum und machten nichts oder gingen schwimmen.

Doch da wurden wir aus unserer Lethargie gerissen. Der Hang vom Veranstalter nur ja was auf das Papier zu bringen, brachte Sie dazu uns auf die Bahn zu schicken. Als wir dann draußen waren zeigte sich, dass der „Stress“ nicht nötig gewesen wäre. Der Wind kam und ging hin und her, so dass nichts zu Stande kam. Kurz drauf, ging es wieder Hafen.

Ein Großteil der SeglerInnen  ging wieder schwimmen oder warf sich gegenseitig ins Wasser.

Der Veranstalter und seine emsigen Helfer gaben ein ausgiebiges Abendessen aus, inklusive Getränke.

Hier möchte ich mich bedanken, für die herzliche Aufnahme und fürstliche Bewirtung durch den Verein. In Gesprächen mit ihnen, kam zum Ausdruck, dass wir Teilnehmer  einen guten Eindruck hinterließen. Sie waren überrascht, dass die Jugend mit den „Älteren“ so gut harmoniert. Ich würde sagen, das gibt es in keiner Segelklasse Deutschlands.

Auch waren Sie angetan von der netten, freundlichen, aber auch geduldigen Art von uns. Es geht doch nichts über eine gute Erziehung.

Die Geduld der Segler wurde auch am folgenden Tag heraus gefordert. Nicht weil wir immer noch keinen Wind hatten, sondern, weil der Regattaleiter doch etwas Schwierigkeiten hatte, einen adäquaten Kurs auf zu bauen. Es fing damit an, dass die Startlinie doch arg verzogen war. Alle Segler starteten am Startschiff, deswegen kam es zu Aufregungen und harten Kämpfen um an einer guten Position zu starten. Zudem kam noch, dass die Wartezeiten zwischen den Läufen sehr lang waren.

Die Krönung war, dass einige Boote der Lee-Tonne hinterher hetzen mussten, weil diese sich losgerissen hatte. Dass der Lauf schon abgebrochen war, bekamen die wenigsten mit. Erst als die SeglerInnen neben der Tonne waren, diese beim Runden berührten, ging ihnen ein Licht auf. Naja, so lernten wir immerhin den kompletten See kennen. Stress pur.

Im Gegensatz zum Vortag frischte der Wind, wie angekündigt, auf satte 4-6 Bft auf. Wir Segler hatten echt was zu tun. Jan Schilling und Janna Riffeler kamen am besten mit den Bedingungen zurecht. Mit vier ersten Plätzen, zeigten Sie wo die Messmarke liegt. Mit den spitzen Spi-Kursen kamen sie bestens zu recht. Ihre direkten Gegner (Patrick und Julia Küntscher, Georg Riffeler und Francesco Kollig und Martin Lahksmanan und Lotte Milow), hielten zwar mit, wässerten aber ihre Boote, so dass die Crew Schilling/ Riffeler Oberhand behielt.

Loreen und ich belegten zweimal den sechsten Platz, bevor wir uns im dritten Lauf auf die Seite legten, etwas schwammen und schließlich aufgeben mussten.

Da ich mit der Performance unseres Bootes nicht zufrieden war, fuhren wir an Land um zu basteln.  Dies machten auch einige andere Besatzungen, denn der Wind war strong.

Abends beim Klönen miteinander zeigte sich, dass eigentlich jeder viel Spaß gehabt hatte, auch wenn alle ziemlich müde und k.o. waren und daher früh schlafen gingen.

Am Samstag hatten wir die gleichen Verhältnisse wie am Tag vorher. Leider auch das mit der Startlinie. Da habe ich ruhig und sachlich gemault. Ja, ich schwöre, es war geradezu angenehm mein Maulen.

Und siehe da, beim nächsten Start hatten wir eine super ausgelegte Linie.

Nun waren die Bedingungen wieder okay, und siehe da Jan und Janna „schwächelten“ mit einem 4 Platz und einer Disqualifikation wegen Frühstart. Jetzt wurde es spannend, denn noch einmal die vollen Minus – Punkte zu kassieren, würde bedeuten, dass die Aussichten auf den Gesamtsieg schwinden würden.

Aber wie richtige Champignons, schüttelten Sie sich, starteten vorsichtiger und siegten noch 2mal.

Im allerletzten Lauf, hielten Sie sich zurück und belegten einen vierten Platz und somit insgesamt den Gesamtsieg.

Die allerherzlichen Glückwünsche. Und am Ende der Siegerehrung zeigten wir ihnen unsere Anerkennung und warfen sie traditionsbewusst ins Wasser.

Auf den Platz 2 kamen Martin und Lotte, gefolgt von Georg und Francesco.

Auch die folgenden Teams zeigten eine starke Leistung und werden mit Sicherheit in Zukunft auf den vorderen Plätzen sein. Besonders die aufstrebenden Jugendteams Tim Schilling – Jan-Ole Riddersbusch und Ida Milow  – Nele Biener.

Mit seglerischen Gruß Bruno Riffeler GER 36141

Bilder: PL

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