Segelbundesliga 2017 – Doch nicht unabsteigbar

Nach einer Saison mit sehr unterschiedlich Ergebnissen bei den fünf Spieltagen und Platz 16 in der Abschlusstabelle der 2. Segel-Bundesliga konnten wir noch auf den Klassenerhalt über die Relegationsregatta hoffen. Die fand am 14. und 15. Oktober erstmalig im Rahmen des DSL-Pokals in Glücksburg auf der Flensburger Förde statt.

Die Bedingungen für den Klassenerhalt waren in diesem Jahr ungleich schwieriger, da nur zwei Startplätze im Rahmen der Relegationswertung zur erkämpfen waren. 2016 waren noch sechs Startplätze zu vergeben,  in diesem Jahr waren jedoch bereits vier an die Sieger der Regionalligaen vergeben.

30 Clubs aus ganz Deutschland kämpften vor Glücksburg um den Sieg des DSL-Pokals. Pokalgewinner wurde der Flensburger Segel-Club. Platz zwei belegte punktgleich der Verein Seglerhaus am Wannsee vor dem Deutschen Touring Yacht-Club. Die Seglergemeinschaft Lohheider See und der Lübecker Segler-Verein konnten den Klassenerhalt sichern und segeln auch 2018 in der 2. Segel-Bundesliga mit.

Vier der insgesamt sechs Zweitligisten aus dieser Saison konnten ihre Stellung in der 2. Segel-Bundesliga hingegen nicht behaupten. Die Entdecker- und Seefahrer Fördervereinigung, der Segler-Verein Stade, sowie der Duisburger Yacht-Club steigen gemeinsam mit uns ab.  Nach einem Tagessieg am Samstagabend rangierten wir auf Platz drei der Relegation und starteten mit berechtigter Hoffnung auf den Klassenerhalt in die Abschlussrennen am Sonntag. Bei stetig abnehmenden und immer stärker drehenden Winden kam unser Team um Steuermann Dirk Strelow zunehmend schlechter zurecht.

Mit Platz 11 in der Pokalwertung und als fünftplatzierter Absteiger hätte es nach dem alten Modus noch gereicht. Jetzt wollen wir – wenn der SCV weiter das Thema Deutsche Segel-Bundesliga angehen will – im nächsten Jahr um den Wiederaufstieg kämpfen. Der Relegationsmodus ist übrigens schon wieder geändert. Es wird keine Regionalligen mehr geben, sondern es gibt dann 3 Absteiger und 3 Aufsteiger, die in der Relegation ermittelt werden. Qualifizieren müssen wir uns dafür voraussichtlich im Rahmen der Kieler Woche.

Bei all den schlechten Nachrichten gibt es allerding auch eine wirklich gute. Wir haben einige junge Segler für das Team gewinnen können, die über Herbst und Winter fit gemacht werden sollen, um im nächsten Jahr an der Jugend-Liga teilnehmen zu können. Da ist viel Enthusiasmus zu spüren.

Ab Januar planen wir, wie in diesem Jahr wieder unter Wettkampfbedingungen mit anderen Teams aus Deutschland und den Niederlanden in Monnickendam zu trainieren. Daneben wird es einige Theorieeinheiten geben, die im Moment noch in Planung sind und die selbstverständlich allen Mitgliedern offen stehen. Sobald die Termine stehen, werden wir die über unsere Website veröffentlichen.

Text: WG, Bild Segelbundesliga, Lars Wehrmann

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