J70 Cup am Möhnesee

Eine J70 Regatta am nur 150 km entfernten Möhnesee. Der See ist uns sonst nur aus zahlreichen Jollenregatten ein Begriff. Aber neben vielen Segeljollen liegen auch zahlreiche Kielboote an diesem See. Der WYD (Westfälischer Yachtclub Deleke) beherbergt stolze 6 J70 der Heinz Nixdorf Stiftung. Mit ein paar weiteren Schiffen aus anderen Möhnebecken und auswertigen Teilnehmern kamen immerhin 14 Schiffe zu der Regatta am 26/27.5. zusammen. Marcel (Cordes) und ich (Thomas Müller) hatten beschlossen an der Regatta mit unseren Söhnen Max und Frederik teilzunehmen.

Im Gegensatz zur Segelbundesliga, bei der die Schiffe gestellt werden und man sich nur Sorgen darüber macht, ob sich im Audi auch das ganze Gepäck verstauen lässt, müssen wir uns nun auch um den Bootstransport und den Auf- und Abbau kümmern. Mitgemacht haben wir ja schon öfter, aber alleine dafür gesorgt, dass das Boot nachher regattatauglich ist natürlich nicht. Also haben wir das Schiff vor zwei Wochen mit Dirks Hilfe einmal aufgebaut und nach 4 Stunden Training gleich am Sonntag wieder abgebaut- natürlich unter den Augen zahlreicher Mitglieder, die sich sicher über den 2,5 Stunden dauernden Abbau gewundert haben.

Freitagabend ging es dann entspannt los zur Möhne und der Aufbau am Samstagmorgen hat nur 2 Stunden gedauert und wir konnten uns bei den Kollegen gute Tipps abholen. Der freundliche Joki (Joachim Hellmich) hat das Schiff dann sicher ins Wasser befördert und bei Kaiserwetter (25 Grad, 2-3Bft) konnten die Spiele beginnen.

Erstaunlich, wie reibungslos das Zusammenspiel von Vater und Sohn geklappt hat und ein 8. Platz im ersten Lauf war schon zufriedenstellend. Bei gleichmäßigen Windbedingungen und großer Kreuzstrecke konnte man das J70 Segeln genießen und unter Gennacker kam der Dampfer mächtig in Fahrt. Nach drei weiteren Läufen waren wir am Samstag um 18 Uhr und einem herrlichen Segeltag wieder am Steg. Wie es sich für eine Dickschiffklasse wohl gehört, gab es direkt am Steg kalte Getränke und Schnitzel im Brötchen um den ersten Hunger zu stillen. Dazu noch ein kühles Bad und alles ist im Lack 😉 Beim darauffolgenden abendlichen Buffett und Champions League Finale konnten dann weiter Erfahrungen ausgetauscht werden.

Nach 4 Läufen am Samstag musste dann nur noch ein Lauf am Sonntag gesegelt werden. Mit einer Stunde Verspätung kehrte der Wind mit 3-4 Bft zurück und ein klasse Lauf ist noch zu Stande gekommen. Die gemeinsamen Manöver klappten immer besser, nur an der Taktik muss noch gearbeitet werden.

Mit den Plätzen 8/12/10/12/9 wurden wir insgesamt 11. und 2x Vater und Sohn machten sich mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht wieder auf den Heimweg. Ach ja, das Abbauen hat nur 1,5h gedauert und eine Wiederholung ist sicher!

Bericht TM, Bild MC