Beim Pittermann wurde der Liblarer See zum Mittelpunkt der Seglerwelt

Welch ein Spaß! Endlich wieder Regattasegln auf dem Liblarer See. Am Sonntag, den 2. August war es soweit: Nach langer Corona Pause wurde mit dem Pittermännchen Cup 2020 der Schwertzugvögel wieder in die Regatta Saison gestartet. Bei sehr guten Segelbedingungen mit 3 bis 4 Beaufort aus West traten 16 Zugvögel an. Dabei fanden sich die letzten Crews erst wenige Minuten vor der Steuermannbesprechung. Eine Folge davon war, dass neben Alea Truschkowski und Sarah Ritschel an der Vorschot, auch Francesco Kollig mit Patrik Pulskamp als zweites, reines Jugend Team dabei waren. Am Ende hatten die Jungen als sechste knapp den Bug vor den Mädchen. Hinzu kam kurzfristig die willkommene Unterstützung eines Bundesliga Skippers.

Lars Schafmeister, der noch nie zuvor einen Zugvogel gesteuert hatte, segelte die „grüne Minna“ von Besitzer und Vorschoter Heiner Viertmann, dem ältesten im Felde, so schnell wie noch nie auf den fünften Platz. Außer der Jugend, die noch so manch anderes Boot steuerte, waren vier weitere Regattaneulinge dabei. Und es gab zwei Einhandsegler, Friedo Nahlbach und Tim Weidmann. Letzterer war zunächst mit seinem Sohn Ben unterwegs. Ben hatte morgens noch seinen Opti Schein bestanden. Später segelte Tim dann alleine. Alles in allem hatten wir insgesamt sicher eines der jüngsten Zugvogelfelder der letzten Jahre.

Die Regattaleitung hatte alles richtig gemacht. Insgesamt wurden 5 kurze Wettfahrten (Kottlett – Bratwurst) gefahren, so dass das Feld eng beisammen blieb und es zu spannenden Positionskämpfen kam. Dieses Format hat vielen Seglern gefallen und sicherlich eine Zukunft beim Pittermann.

Überhaupt war es eine besondere Regatta, denn viele bestehende Teams hatten Steuermann und Vorschoter getauscht und die Ergebnisse waren oft besser als erwartet. So belegte Raphael Reims mit Peter Ossenbach an der Vorschot am Ende den zweiten Platz.

Er musste nur Julian Blumental mit seinem Vater Roland an der Schot den Vortritt lassen. Julian gewann den von unserem Urgestein Hans Vetterle gestifteten Wanderpokal, den nun jeder Gewinner des Pittermännchen Cups für eine Saison behalten darf. Dritte wurden Stefan Neugebauer und Daniela Drechsel. 
Zwischen Wettfahrten und Siegerehrung gab es von der Flotte gespendete Getränke, die zu selbst mitgebrachter Verpflegung genossen wurden – Corona verhinderte leider das übliche Buffet.

Ein besonderer Dank gilt Uli und Tim Schillig, die als Familien Crew die Wettfahrtleitung übernommen hatten. Wegen des frischen Windes wurden sie (sehr) kurzfristig von Georg Riffeler und Guido Ide im Motorboot unterstützt. Nochmals ein großes Dankeschön für Eure Flexibilität!! Und ein weiterer Dank geht an Elisa Riffeler, die uns bei der Getränkeausgabe unterstützte, wo Ute und Hubert schmerzlich vermisst wurden.

Der Pittermann war die Generalprobe für die Clubmeisterschaft am 15./16. August. Wir haben viel gelernt und können jetzt in die finale Planung dieses Events unter Corona Bedingungen einsteigen.

Stefan Flöter
Bilder Achim Gerasch