Erfolg bei der Distriktmeisterschaft West 2018

Während am Wochenende vom 2.- 3. Juni sich am Liblarer See ebenfalls Boote tümmelten, nach gesegelten Läufen sicher der Grillgeruch über das Gelände zog und sich die Segler neue Geschichten von den Wettfahrten erzählten oder alte Anekdoten aufwärmten, waren auch andere Mitglieder nicht untätig.

So nahm ich an diesem Wochenende an der Distriktmeisterschaft West im Laser Standard teil, die am Bostalsee im Saarland ausgetragen wurde. Als ein befreundeter Segler und ich am Freitagabend anreisten, die Boote aufgebaut hatten und noch diesen Abend dazu nutzten, zu einigen Probeschlägen auf den See hinauszufahren, bekamen wir schon eine Ahnung davon, was uns die kommenden beiden Tage erwarten würde: Drehender Wind und davon auch noch wenig. Das würde schwierig werden…

Am nächsten Morgen bestätigte sich diese Ahnung: Nach der Steuermannsbesprechung krochen wir aus dem Hafen und mussten auch zunächst bei wenig Wind erst einmal warten, bis wir zum Zug kamen. Danach klappte es aber dann erstaunlich gut: ein sauberer Start Mitte-rechts auf der Linie, kurz nach dem Start ein passender Dreher, eine Wende, zack, auf dem Anlieger zur Tonne und als Zweiter gerundet! Nur wenn der Up-and-Down auf dem Outer-Loop zum vielfachen Dauer-Halbwind-Schenkel gerät… Naja, jedenfalls konnte ich dieses Rennen aber mit einem 1.Platz für mich entscheiden. Die folgenden Läufe waren sehr abwechslungsreich in Windstärke und -richtung, als auch die dominierenden Segler betreffend: Jeder der vier gesegelten Läufe wurde von jemand anderem gewonnen! Die Bedingungen machten es keinem leicht und so waren die Läufe, wenn auch manchmal frustrierend, so doch sicher nicht langweilig. Am Ende ersegelte ich die Plätze 1,4,9, und 3, wobei ich den 9. Platz dankenswerterweise streichen konnte. An Land konnten wir Segler dann, während wir aufs Essen warteten, unsere Ergebnisse vergleichen und in klassischer Segler-Manier verschiedene Situationen mit Gläsern und Besteck simulieren.

Der nächste Tag war windtechnisch noch tiefstaplerischer als der Vorherige: Die Wettfahrtleitung zog AP, Startverschiebung an Land! Das bot uns immerhin die Möglichkeit, schwimmen zu gehen und neue Bekanntschaften zu machen. Als um 13 Uhr immer noch kein segelbarer Wind absehbar war, kam dann die Erlösung: Abbruch! Nach dem allgemeinen Abbau-Chaos, das man von Regatten kennt, kam die Siegerehrung und mir wurde der Platz bestätigt, den ich am Vortag ersegelt war: Ich landete bei der diesjährigen Distriktmeisterschaft auf dem 3. Platz! Den 2. Platz belegte mein Teamkollege im Niedersachsen-Kader, Felix Laukhardt, und Distriktmeister des Jahres 2018 wurde Roger Schulz. Wenn ich auch auf mehr gehofft hatte, so bin ich doch angesichts der langen Pause, die ich hatte und der Tatsache, dass Leichtwind eigentlich gar nicht so meins ist, doch sehr zufrieden und freue mich auf die nächsten Regatten, an denen ich teilnehmen werde!

Bericht: Luca Rixgens

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