„Unkenrufe am Liblarer See“

Freitag, der 8. Juni gegen 17.00 Uhr:  Vorabend der Regatta

Bedächtig wiegen die erfahrenen Segler auf der Bank am Liblarer See die Köpfe. Immer wieder blicken sie sorgenvoll über das Wasser, dann zum Himmel hinauf, schließlich auf ihren Schoß hinab, wo  ihr Tablet mit dem „Windfinder“ liegt:

 „Das wird nichts morgen“…, sagt der eine und schüttelt den Kopf, „…und übermorgen schon gar nicht“ murmelt der andere und nimmt einen tiefen Schluck!

„ Schade, sind ja angeblich 25 Boote gemeldet“… , wieder der erste, „…und sechs Auswärtige dabei, sogar auch aus Hessen, die brauchen gar nicht erst anzureisen“ ergänzt der andere mitfühlend. Mit einem tiefen Seufzer des Bedauerns machen sie sich auf den Heimweg.

Samstag, der 9. Juni, 14.00 Uhr:  Sommerwindregatta beim Segelclub Ville

Die Sonne lacht, es streicht ein leichter Wind über den Liblarer See. Es herrscht ein munteres Treiben am Ufer, an den Stegen und auf der Terrasse. Die Laune ist prächtig. Alle bis auf einen – vermutlich ein Betroffener der Unwetter im Raum Duisburg/ Wuppertal – sind da und bereiten sich auf den Start vor (Foto). Selbst die Unken von gestern sitzen wieder da und beteuern sich gegenseitig, dass sie es ja gewusst haben: „das wird eine schöne Regatta!“

…und so kam es auch:

24 Zugvogelteams gingen bei ca. 2 – 3  bft an den Start. Besonders erfreulich war die erstmalige Teilnahme der Clubs vom „Wasser- und Fischerei Sportclub“ aus Schotten und des „Dreieich Segelclub Langen“ sowie des „Postsportvereins Koblenz“.

Trotz einer großzügig ausgelegten Startlinie wurde es am Startprahm natürlich wieder eng, weil die eigene Bootslänge unterschätzt oder auf der Schokoladenseite der Startlinie „geankert“ wurde(Foto). Trotz der „Unkenrufe“ wurden aber drei schöne Wettfahrten bei relativ gutem Wind absolviert. Der Sonntag ließ zwar nur noch eine weitere zu, aber damit war das Ziel, an diesem Wochenende vier Wettfahrten einzufahren, erreicht!

Eindeutige Sieger waren Dirk Michalke und sein Vorschoter Uwe Horstmann vom WRK, die schon in den Vorjahren immer vorn zu finden waren. Herzlichen Glückwunsch!

Guter Zweiter war unser 1. Vorsitzender Stephan Weiser mit Sohn Martin und Dritte wurden Rüdiger Amann mit Tochter Nathalie vom WFC. Ebenfalls herzlichen Glückwunsch!

Neben der Leistung der Segler sollte aber noch die großartige Leistung der vielen Salat- und Süßspeisenspenderinnen (und Spender) hervorgehoben werden. Ich kam nicht mehr dazu und möchte das hiermit gern nachholen. Sie alle haben zu der guten Stimmung bis tief in den Abend beigetragen!

Bericht: G.K.